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Interview mit Daniel Renggli von Oracle

Daniel, was ist deine Rolle bei Oracle?

Ich leite das Marketing-Team für unsere Customer Experience-Lösungen in der Region North, diese beinhaltet Deutschland, die Schweiz und Skandinavien.

 

Du warst bereits an der ersten ai-zurich Konferenz in 2019. Was hat dir am besten gefallen?

Der spürbare Pioniergeist – das Thema war ja damals relativ neu auf der Agenda von Marketingverantwortlichen. Unter natürlich der Wissenstransfer.

 

An der 1. Konferenz wart ihr nicht nur als Gast dabei, sondern direkt als Partner. In 2020 seid ihr sogar Platin-Partner. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Ja, ich war von Anfang an überzeugt, dass dies eine gute Sache wird. Für mich war ausserdem klar, dass Oracle an einer Konferenz, an welcher es um Artificial Intelligence im Business, letztes Jahr mit Fokus Marketing, geht, nicht fehlen darf. Alle unsere Business-Lösungen in der Cloud kommen automatisch mit AI.

 

Wenn du 3 Gäste an die ai-zurich Konferenz 2020 mitnehmen dürftest. Wer wäre das?

Ich will hier keine konkreten Namen nennen, aber ich würde mir drei starke Influencer aus den Bereichen HR, Customer Service und Marketing suchen. In allen drei Bereichen spielt AI eine immer grössere Rolle, vieles ist heute schon möglich und bringt einen hohen Nutzen – sowohl für das Unternehmen wie auch dessen Kunden oder Mitarbeiter.

 

In welchen Industrien siehst du aktuell den meisten Nachholbedarf, wenn es um die Anwendung von Künstlicher Intelligenz geht?

Im Gesundheitswesen und in der Öffentlichen Verwaltung. Im Gesundheitswesen ist das Spektrum enorm – angefangen bei der Prävention, z.B. durch die Identifizierung von Risikogruppen, der Anamnese oder einer ersten Diagnose, die situativ von einem qualifizierten Arzt überprüft werden müsste, über die Assistenz im Operationssaal bis hin zur Abrechnung mit den Kassen und den Patienten. Hier bieten sich gewaltige Sparpotenziale und die zu realisieren, wäre dringend nötig. In der öffentlichen Verwaltung scheint AI noch gar nicht angekommen zu sein, wobei sich gerade hier viele Auskünfte schnell und effektiv auf das jeweilige Individuum personalisieren liessen aufgrund bereits vorhandener Daten, z.B. derjenigen aus Einwohner-, Finanz- und Steueramt. Dabei würde ein Robo Advisor selbstverständlich in der Muttersprache des Bürgers kommunizieren und so zusätzlich vieles vereinfachen. Damit würde die Verwaltung entlastet und letzteren eine bessere Customer Experience geboten.

 

Wenn du ein Lieblingsprojekt nennen müsstest, bei dem Oracle Artificial Intelligence eingesetzt hat. Welches wäre dies und worum ging es dabei?

Ganz klar das Projekt gegen das Bienensterben, weil mir das persönlich am Herzen liegt. Mit Oracle Analytics untersucht das World Bee Project (WBP) und weitere Partner Ursachen des Bienensterbens und schützen die Bienen mithilfe künstlicher Intelligenz, Datenvisualisierung und dem kombinierten Fachwissen von Naturschützern, Imkern und Oracle.

 

Ist AI (Artificial Intelligence) in 5 Jahren immer noch ein Thema?

Mit Bestimmtheit, jede Innovation braucht schliesslich rund 7 Jahre, bis sie von Unternehmen wie Konsumenten wie selbstverständlich genutzt wird. Und ich wette, dass die Diskussion um die Ethik in der Anwendung von AI auch in 5 Jahren noch geführt werden wird.